Blick in die Orgel
Blick auf die Himmelfahrtskirche und den alten Kirchturm
Pfarrgarten und Pfarrhaus
Die alte Dorfkirche

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Leuben

Leuben - einst und jetzt

Die erste Erwähnung der "Kirchfahrt Leuben" (einst Lewben) findet sich im Jahre 1495 in einer Bistumsmatrikel des Bischofs zu Meißen, Johann VI.; damals umfaßte sie die Dörfer Leuben, Dobritz und Sedlitz. Am 10. August 1674 werden die Dörfer Laubegast, Seidnitz und Tolkewitz, die bis dahin zur Dresdner Frauenkirche gehörten, mit der Kirchgemeinde Leuben vereinigt.  Die Himmelfahrtskirchgemeinde war nach ihrer 1921 erfolgten Eingemeindung  bis zum 2. Weltkrieg die größte Kirchgemeinde Dresdens.

Von der 1512 neu gebauten Kirche findet man heute nur noch den sogenannten “Alten Turm” ( somit eines der ältesten in Dresden erhaltenen Gebäude!) hinter der heutigen Himmelfahrtskirche.
Den Beschluß zu deren Errichtung fasste der Kirchenvorstand am 2. Februar 1897, der erste Spatenstich erfolgte am 15. März 1899. Bereits am 8. Mai 1899 fand die feierliche Grundsteinlegung statt; die Festansprache hielt Pfarrer Hünersdorf. Am 9. November des gleichen Jahres war der Kirchenneubau bereits so weit fortgeschritten, daß die Hebefeier (Richtfest) abgehalten werden konnte.
Nach der Vollendung des 75 m hohen Turmes fand am 4. Februar 1901 die Weihe der 4 neuen Glocken (b, des, f, as) statt. Als ein Geschenk der Stadt Dresden trugen die beiden größten Glocke u.a. das Stadtwappen von Dresden.
Als am 16. Mai 1901 (Himmelfahrtstag) die festliche Einweihung der Kirche durch Pfarrer Winkler stattfand, waren seit dem Baubeginn erst 26 Monate vergangen.
Im 1. Weltkrieg  wurden die Glocken und äußeren großen Zinnpfeifen des Orgelprospektes als “Kriegsopfer” ausgebaut. 1922 wurden die Glocken durch 4 neue Stahlglocken (b, des, e, ges) ersetzt, 1935 wurde die Orgel durch die Erbauerfirma Eule (Bautzen) umgebaut.
Auch den 2. Weltkrieg überstand die Kirche ohne nennenswerte Schäden, erst im Jahre 1963 fand eine aufsehenerregende Turmreperatur mit Bergsteigern statt. In den Jahren 1964 - 70 wurden die restlichen Außenschäden des Krieges (undichtes Dach) beseitigt.
Nach der Generalüberholung der Läutanlage und der Elektrifizierung der Uhr 1974 und der Drahtgeflechtsicherung des Altarbuntglasfensters begann 1984 die Innenerneuerung der Kirche. Die Gesamtkosten der Innensanierung mit orginalgetreuer Ausmalung und Austattung betrugen ca. 600 000 M. Nach fünfjähriger Bauzeit war die Restaurierung 1989 und die der Glasfenster 1996 abgeschlossen, auch eine erste Überholung der Orgel fällt in diese Zeit; eine Generalüberholung der Orgel konnte erst 2006 abgeschlossen werden. Gerade rechtzeitig zur 100-Jahrfeier der Himmelfahrtskirche wurde auch die  Neudeckung des Turmes vollendet.

Bereits 1953 wurden Tolkewitz und Seidnitz sowie 1994 Laubegast ausgemeindet.

Im Rahmen der Strukturreform des Jahres 2005 ist die Christophorusgemeinde Laubegast Bestandteil der “Kirchgemeinde Dresden-Leuben”. Mit einem Schwesterkirchverhältnis ist diese mit der Stephanuskirchgemeinde Zschachwitz verbunden.

Ausführliche Informationen zur Kirche und dem Ortsteil Leuben findet  man in der "Festschrift zum 100-jährigen Jubiläum der Himmelfahrttskirche zu Dresden-Leuben"(2001), einer CD-Rom aus gleichem Anlass sowie in "Leuben – aus der Geschichte eines Dresdner Stadtteils“(2005) aus der Reihe „Dresdner Stadtteilbücher“. Diese Publikationen sind  auch in der Kanzlei erhältlich. 

Die Himmelfahrtskirche Dresden-Leuben ist ein Werk des Blasewitzer Baumeisters Karl Emil Scherz. Sie wurde kreuzförmig im neugotischen Stil errichtet und hat eine Ausmalung mit Elementen des Jugendstils. Die Höhe des Gewölbes beträgt 15,50 m, die des weithin sichtbaren Kirchturms 75 m. Seit der Errichtung im Jahr 1901 sind keine baulichen Veränderungen vorgenommen worden.

Bemerkenswert sind die farbigen Fenster hinter dem Altar und in den Seitenschiffen. Der Altar ist aus Cottaer Sandstein gefertigt. Aus der alten Kirche wurden 3 kleiner farbige Fenster übernommen: das Alnpeck´sche Wappen von 1512 und zwei biblische Szenen, nämlich die 3 Heiligen Könige vor der Krippe und Anna-selbdritt. Ebenfalls aus der alten Kirche stammt der Taufstein (1610). Das Grabmal des Hans v. Dehn-Rothfelser (1500-1561), geschaffen von dem Bildhauer Christoph (II.) Walther, ist in die linke Wand im Altarraum eingesetzt worden, nachdem es von der alten Dresdner Frauenkirche auf den Leubener Friedhof versetzt worden war.

Die Orgel, ein pneumatisches Werk mit 2 Manualen, einem Pedal und 38 Registern, wurde von der Firma Eule aus Bautzen im Jahr 1901 erbaut.